Schulöffnungen – bloß Nichts überstürzen!

24.04.2020

„Die Lage ist immer noch unsicher und es ist bei Weitem noch zu früh die Schulen zu öffnen!“, so Nele Dreizehner, Sprecherin des Landesschülerrates Brandenburg. In Deutschland sind, Stand 23.04.2020, offiziell mehr als 150.000 Menschen mit dem Corona Virus infiziert. Das öffentliche Leben pausiert, die Schüler*innen in Brandenburg lernen nun seit mehr als einem Monat von Zuhause aus. Das ist weder schön, noch einfach. Sowohl Eltern oder Familienangehörige, als auch Schüler zählen teils zur Risikogruppe. Das Infektionsrisiko ist immer noch vorhanden und es gibt noch keine Möglichkeit die Lehrer*innen sowie Schüler*innen sinnvoll dagegen zu schützen.

 

Zur Entlastung der Eltern ist es zwar enorm wichtig, insbesondere die Grundschüler wieder zu beschulen, jedoch ist es zu früh die Schulen wieder zu öffnen, wenn eine weitere Verbreitung des Corona Virus verhindert werden soll. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Lage in anderen Ländern, wie den USA so eskaliert ist es geradezu unvorstellbar und unverantwortlich den Schulbetrieb wiederaufzunehmen. „Wir gehören zu den ganz wenigen Ländern weltweit, bei denen die Zahlen wirklich rückläufig sind. Als großes und transparentes Land sind wir sogar einsame und absolute Spitze“, sagt Christian Drosten, Chefvirologe an der Berliner Charité, im NDR Infopodcast. Diesen Erfolg, für den alle auf Vieles über Wochen hinweg verzichtet haben, dürfen wir nicht verspielen, in dem wir die Schulen ein paar Wochen zu früh öffnen. Deshalb spricht sich der Landesrat der Schüler*innen und Schüler des Landes Brandenburg gegen eine Öffnung der Schulen aus, auch für Schüler*innen der Abschlussklassen.

Wir sehen es aber als unbedingt notwendig, Lehrer*innen bei Bedarf persönlich konsultieren zu können. Gerade durch die indirekte Kommunikation über Lernplattformen kommt es gelegentlich zu Missverständnissen. So ist vor allem wichtig, dass bei Fragen der einzelnen Schüler*innen gezielt Unklarheiten durch die Fachlehrer*innen beseitigt werden können. Denn auch persönliche Erklärungen zu neuen oder komplexen Themen verbessern das Verständnis der Schüler*innen.